Ausgabe 01/26

timeLesezeit 3 Minuten

Blutzucker im Gleichgewicht.

Wenn unsere Zellen schlechter oder gar nicht mehr auf Insulin reagieren, bleibt unser Blutzuckerspiegel über längere Zeit zu hoch. Längerfristig kann so Diabetes Typ 2 entstehen. Diese Vorstufe nennt man Insulinresistenz und sie betrifft in Deutschland wahrscheinlich Millionen Menschen! Mit kleinen Veränderungen können wir aktiv gegensteuern und unseren Blutzucker im Gleichgewicht halten.

Du spürst nix, aber dein Körper schon

Was tückisch ist: Man spürt lange nichts: Der Körper kommt zunächst noch zurecht, obwohl er Insulin immer schlechter verarbeitet. Genau deshalb bleibt eine Insulinresistenz oft unentdeckt. Mit der Zeit können sich jedoch Anzeichen zeigen, wie zum Beispiel:

  • Bluthochdruck
  • dunkel verfärbte Hautstellen
  • (häufig an Hals/Achseln)
  • Müdigkeit und Leistungsabfall
  • Gewichtszunahme, besonders (viszerales Fett)
  • Heißhungerattacken und Konzentrationsstörungen
  • vermehrter Durst und Harndrang
  • verzögerte Wundheilung
Unser Blutzucker liebt Balance

Der Blutzucker hat sehr viel Einfluss aufs Wohlbefinden: auf Energie, Stimmung und Gesundheit. Mit kleinen Schritten kommt er natürlich ins Gleichgewicht.

Tipps für einen stabilen Blutzucker

Der Blutzuckerspiegel ist dynamisch – er verändert sich im Laufe des Tages. Diese Faktoren wirken sich besonders aus: 

  • Ernährung: Ballaststoffreich und ausgewogen essen, Zucker reduzieren. Ballaststoffe verlangsamen die Zuckeraufnahme im Darm.
  • Bewegung: Körperliche Aktivität verbessert die Insulinwirkung. Die Zellen können Zucker besser aufnehmen. Schon 30 Minuten moderate Bewegung am Tag, z. B. Spazieren, Yoga, Fahrrad fahren, auch kurze Bewegungspausen im Alltag (z. B. Treppensteigen) helfen!
  • Stress: Stresshormone wie Cortisol erhöhen den Blutzuckerspiegel – unabhängig von der Ernährung.
  • Schlafmangel: Schlafmangel stört den Hormonhaushalt und kann die Insulinempfindlichkeit verschlechtern. Wenn unsere Zellen schlechter oder gar nicht mehr
Strukturierte Behandlung bei Diabetes 

Wer bereits Diabetes mellitus (Typ I oder Typ II) hat, der ist mit dem DMP (Disease Management Programm) der BIG bestens versorgt. Im DMP betreut eine zentrale Arztpraxis Patientinnen und Patienten und koordiniert die nötigen Therapien. DMP haben noch weitere Vorteile, z. B. individuelle Therapieziele, Schulungen für einen besseren Alltag mit der Krankheit und einen abgestimmten Therapieverlauf.